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Was ist Yoga?

Yoga ist …

eine jahrtausendalte philosophische Tradition aus Indien. Yoga gehört zu den 6 klassischen Schulen (Darshanas) der indischen Philosophie. Ursprünglich definiert Yoga eine spirituelle Lebensweise. Durch Einhalten dieser Lebensweisen sollen Körper und Geist in Einklang gebracht werden. Daraus resultiert ein umfassendes kosmisches Bewusstsein. Um dieses Bewusstsein zu erlangen wurden die Körperübungen (Asana), die Meditation und Atemtechniken (Pranayama) für den Menschen entdeckt. Heute wird Yoga auch ohne religiösen Hintergrund praktiziert. Hier ist vor allem das Hatha-Yoga in aller Munde. Hatha impliziert die Asanas und Pranayama. Seit einigen Jahren sind auch die Krankenkassen überzeugt von der Wirksamkeit des Yogas und finanzieren einen Basiskurs zum Teil. Auch Ärzte verschreiben ihren Patienten immer häufiger Asanapraxis.

Die Bedeutung des Wortes Yoga, entnommen aus dem Sanskrit, der alten, heiligen Sprache Indiens, meint so viel wie „anschirren“ oder „anjochen“. Hier ist der Geist gemeint, den wir in der Yogastunde auf einen Punkt ausrichten, das kann der Atem sein, oder auch der Körper. In der Bhagavad Gita, einer Schrift in Form einer spirituellen Erzählung heißt es: „Yoga ist die Weisheit im Handeln - Yoga ist die Bezwingung des eigenwilligen ungestümen Geistes - Yoga ist Einssein mit dem Selbst.“ Pantanjali, ein indischer Gelehrter, beschreibt Yoga als „die Fähigkeit, den Geist ausschließlich auf ein Objekt auszurichten und diese Ausrichtung ohne Ablenkung aufrechtzuerhalten." "Yoga ist die Methode, durch die der unstete Geist beruhigt und die Energie in schöpferische Bahnen gelenkt wird", so schreibt B.K.S. Iyengar, ein bekannter Yogalehrer der Gegenwart. „Im Grunde genommen ist der Yoga nicht so sehr ein Weg des Lernens als des Verlernens eines großen Haufens angeblich zwingender Gewohnheiten.“ (Satprem, Sri Aurobindo oder das Abenteuer des Bewusstseins).