Was ist Ashtanga Yoga?
Ashtanga Yoga ist …
ein weit über 2000 Jahre altes System, welches dem Erhalt von geistiger und körperlicher Gesundheit dient. Ashtanga Yoga ist die älteste Form des Hatha-Yoga.
Ashtanga Yoga zeichnet sich durch die dynamische und kraftvolle Ausführung der, am Atem synchronisierten, Asana (Positionen) aus. Die Asana werden in einem Bewegungsfluss nach einer gleichbleibenden Reihenfolge eingenommen und für fünf Atemzüge gehalten. Die Synchronisierung von Bewegungen und Atem in der Asanapraxis heißt Vinyasa.
Das regelmäßige Üben von Ashtanga Yoga führt zu …
- mehr Beweglichkeit und Dehnfähigkeit
- verbessertem Gleichgewicht
- höherer Konzentrationsfähigkeit
- verbesserter Körperwahrnehmung
- mehr Kraft durch Muskelaufbau
- stärkeren Bändern, Gelenken, Muskeln, Organen und Bindegewebe
- besserer Ausdauer und Atemfähigkeit
- Stressreduktion und erhöhter Stressresistenz
- Beruhigung und Entspannung
- sowie Ausgeglichenheit von Körper und Geist
Ujjayi
Besondere Aufmerksamkeit erfährt im Ashtanga Yoga die Kontrolle des Atems. Im Ashtanga Yoga wird die sogenannte Ujjayi Atmung eingesetzt. Diese wird in der kompletten Asanapraxis angewendet und führt zu mehr Energie und besserer Atemfähigkeit. Die Ujjayi Atmung erzeugt ein Rauschen durch das gezielte Verengen der Stimmritzen bei der Ein- und Ausatmung.
Bandha
Durch die Anwendung der Ujjayi Atmung und der gleichzeitigen Aktivierung von Energieverschlüssen, Mula und Uddiyana Bandha, wird der Körper erhitzt, wodurch die Organe und Muskeln eine Reinigung erleben. Des Weiteren wird durch die Hitze überschüssiges Fett verbrannt, Gifte werden ausgeschieden und der Körper wird geschmeidiger.
Dristi
Einen meditativen Zustand erfährt die Asanapraxis im Ashtanga Yoga zum einen durch die Fokussierung auf den Atem und zum anderen durch einen Blickpunkt, Konzentrationspunkt, den so genannten Dristi, der während eines jeden Asana anvisiert wird. Diese Kombination von kontrollierter Atmung und festgelegten Blickpunkten führt zu erhöhter Konzentrationsfähigkeit und zu einem Loslassen von Gedanken, die zu Stress führen.
Achtgliedrige Pfad des Yoga
- Yama – Ethische Disziplin
- Niyama – Selbstbeobachtung
- Asana – Haltung
- Pranayama – Atemkontrolle
- Pratyahara – Zurückziehen der Sinne
- Dharana – Konzentration
- Dhyana – Meditation
- Samadhi – Zustand von Freude und Frieden
Ashtanga heißt wörtlich überstezt Acht Glieder (Ashtau = Acht, Anga = Glieder). Der achtgliedrige Pfad ist aus einem Sanskrittext, dem so genannten Yoga Sutra des Patanjali entnommen. Das Yoga Sutra ist das Fundament der klassischen Yoga-Philosophie. Der achtgliedrige Pfad ist der Weg zur Selbstverwirklichung.
Das Üben von Ashtanga Yoga deckt den achtgliedrigen Pfad von Patanjali. Wir üben uns in den Haltungen, mit einer speziellen Atemtechnik, dem Zurückziehen der Sinne und einer hohen Konzentration. Über die Ausrichtung des Geistes gleiten wir mehr und mehr in den Zustand der Meditation. Dieser entwickelt in uns einen Moment von Freude und Frieden. In diesem Sein wissen wir häufig was Recht und Unrecht ist, was Gift oder Nektar für unseren Körper und unsere Seele ist. Wir wissen zu lassen und zu ergänzen, zu verändern und zu erneuern. Wir entwickeln Toleranz und Akzeptanz, und evtl. einen tiefen Glauben an uns und/oder an einen Gott.
Und letztendlich ahnen wir, es ist ein Weg, Zeit ist hier nur relativ. Und natürlich ist jeder Weg auch mit Steinen und Hürden belegt, und manchmal müssen wir uns ausruhen oder auch 10 Schritte zurückgehen.
Ashtanga Yoga ist eine wunderbare Methode, ein Gefährt auf unserem Weg.


